Als Mennonitengemeinde Basel-Holee gehören wir zur Täuferbewegung, deren Anfang auf die Reformationszeit zurückgeht. Mitarbeiter von Huldrych Zwingli bestanden darauf, Zwinglis ursprünglichen Plan, die Abschaffung der Kindertaufe, durchzuführen. Nach ihrem Verständnis der Bibel ist Kirchenmitgliedschaft an einen persönlichen, freiwilligen Glauben an Jesus Christus gebunden. Infolgedessen forderten sie auch die Trennung von Kirche und Staat.
Als Folge dieser Glaubensüberzeugungen wurden die Täufer besonders in der Schweiz bis ins 18. Jahrhundert verfolgt. Erst im 19. Jahrhundert wurde ihnen die Glaubens- und Versammlungsfreiheit gewährt. Als erster Kanton der Schweiz erlaubte Basel-Stadt den Täufern im Januar 1847, ein Bethaus zu bauen. Seitdem trifft sich die Mennonitengemeinde in Basel regelmässig in der Holeestrasse zum Gottesdienst.